Maya – Eine Katzendiva erklärt das Leben

»Hallo lieber Leser, liebe Leserin,
du willst wissen, was in diesem Buch passiert?
Ganz einfach: Es geht um mich. Um wen sonst?
Denn ich bin Maya, selbst ernannte Katzendiva.
Mein Frauchen berichtet aus unserem gemeinsamen Leben
und ich gebe meine Kommentare dazu ab.
Außerdem erzähle ich euch, warum wir Katzen sind, wie wir sind.
Du bist neugierig? Dann schlag das Buch auf und folge mir.
Deine Maya«

 

 

Leseprobe: 

 

Vorgemaunze

Hallo, mein Name ist Maya und ich darf das Vorgemaunze schreiben – beziehungsweise Frauchen schreibt, ich diktiere ihr. 

Sie meint gerade, dass es »Vorwort« heißen würde. Aber wenn sie schon will, dass ich mich zu dem Buch äußere, dann hat es gefälligst Vorgemaunze zu heißen. Ich habe auch vorgeschlagen, es Praemauzium zu nennen. Da hat sie nur doof aus der Wäsche geguckt. 

Da fiel mir ein, dass sie ja kein Latein kann. Sonst hätte sie begriffen, dass das Praemauzium der katzische Begriff für Praeludium ist. 

Immer diese Unwissenheit der Menschen. Meinen immer, alles zu wissen, aber die grundlegende Sprache aller Sprachen beherrscht kaum einer. Welche das ist? 

Herrchen würde jetzt – dabei ist er gar nicht so dumm – Latein sagen. Fast richtig. 

Latein … Die Menschheit meint ja immer, dass die romanischen Sprachen alle von dieser Sprache abstammen. Ist ja auch so weit richtig. Aber sie vergessen, dass Latein wiederum vom Katzein abgeleitet ist. 

Das ist die älteste Sprache der Welt. Ach, ich kann nur mit dem Kopf schütteln, was ihr Menschen alles nicht wisst. 

Oh, Frauchen macht mich gerade darauf aufmerksam, dass ich etwas über das Buch sagen soll. Nun denn … 
Also, Bücher sind ja Erfindungen der Menschen für Menschen. Wir Katzen kennen das nicht. Wir wissen einfach so alles. Wir brauchen keine Schriftrollen, keine Lexika, keine Stifte. Bei uns ist es so, wie es bei euch Menschen vor tausenden von Jahren war, wir erzählen uns einfach alles. Dafür müssen wir uns nicht gegenüberstehen, das klappt auch aus der Ferne. Telepathie nennt ihr das. Wir nennen es einfach Kommaunzieren.

Oh, ich werde schon wieder angetippt. Ja, ja, Frauchen, ist ja gut. 

Dieses Buch soll euch Menschen erheitern. Folgt mir, meinem Frauchen …

Ähm, hör auf mir zu sagen, in welcher Reihenfolge ich das sagen soll. Nur weil es bei euch Menschen so ist, dass sich der Esel immer zuletzt nennt – übrigens lasst die lieben Esel aus dem Spiel –, muss das nicht für Katzen gelten. Ich bin ja wohl eindeutig wichtiger als ihr. 

Wo war ich? Ach ja, Erheiterung. Folgt mir, meinem Herrchen und meinem Frauchen durch die Seiten. Da erfahrt ihr eine Menge über uns Katzen, über die Göttinnenwelt und vor allem natürlich über mich. 

Lenkt euch damit mal vom Alltag ab. Ihr nehmt das Leben viel zu ernst. Dabei ist es so lustig. 

© Jessica Pietschmann. Alle Rechte vorbehalten.     Datenschutz      Impressum

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