Weihnachtszeit ist Lesezeit - 24 kleine weihnachtliche Geschichten zur Vorweihnachtszeit - erfüllt mit Liebe, Friede und Schnee. Kleine Wunder werden wahr, Geheimnisse gut aufbewahrt und Plätzchen gebacken. Geschichten für jeden Tag im langen Dezember, der das Fest der Liebe beherbergt. Lasst uns alle ein wenig zusammenrücken in dieser kalten Jahreszeit und in Erinnerungen schwelgen.
Leseprobe:
1. Dezember
Der Adventskalender
Wie jedes Jahr am 1. Dezember stehen alle Kinder vor dem alten Rathaus. Jedes Jahr sehen sie dabei dem Bürgermeister zu, wie dieser eigenhändig den großen Adventskalender an der Hauswand befestigt. Die Kleinen freuen sich schon auf die Tage bis zum Heiligen Abend. Denn jeden Tag wird ein Türchen geöffnet. Manchmal kommt ein Bild dabei zum Vorschein, manchmal gibt es Kekse für alle Kinder. Der Bürgermeister freut sich ebenfalls schon auf die nächsten 24 Tage. Es ist für ihn die schönste Zeit des Jahres. Denn nichts ist schöner als das ehrliche Strahlen auf den Gesichtern der Kinder zu sehen und ihnen die Wartezeit bis Weihnachten zu verkürzen. Das ist für ihn das schönste Geschenk der Weihnachtszeit.
2. Dezember
Ein kleiner grüner Kranz
Ryan Jones war erst vor einigen Wochen nach einem zweijährigen Auslandsaufenthalt aus Deutschland in seine Heimat nach Shediac, einem kleinen Ort im Norden von Nova Scotia, zurückgekehrt. Er freute sich sehr, dass die Weihnachtszeit gerade anbrach. In seinen Erzählungen hatte er seiner Schwester Victoria und seinem Schwager Liam vorgeschwärmt, wie schön es in Deutschland vor allem zu Weihnachten sei. Ihm gefiel die deutsche Weihnachtszeit mit all den alten Bräuchen so sehr, dass er seiner Familie damit in den Ohren lag, so gut es geht, die deutschen Weihnachtsbräuche auch hier in Shediac zu beleben. Er hatte versprochen, sich selbst um die Vorbereitungen zu kümmern. Die Familie hatte seinen Vorschlag nur belächelt. Sie wussten, dass Ryan in seinem Eifer oft nur so daher sprach und hatten eingewilligt. Sie glaubten nicht daran, dass Ryan überhaupt etwas davon umsetzen würde. Doch diesmal wurden sie eines Besseren belehrt.
Es war der 1. Dezember und Ryan hatte begonnen, sein kleines Hafencafé weihnachtlich zu schmücken. Überall standen Kerzen herum, ein kleines Weihnachtsdorf in Mitten von weißer Watte zierte die Anrichte in einer kuscheligen Ecke der Bar.
In den zwei Jahren seiner Abwesenheit hatte sein Schwager versucht, das Café zu führen. Doch es ging nicht lange gut, so dass Ryan zugestimmt hatte, das Café vorübergehend zu schließen. Jetzt wollte er es noch vor Weihnachten wieder neu eröffnen.
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